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Makramee-Abschlussknoten - Perfekte Enden für deine Projekte

Janina Wiesner 12. Mai 2026
Nahaufnahme eines makramee abschlussknoten, der mit zwei verschiedenen Garnfarben geknüpft wird.

Inhaltsverzeichnis

Ein sauberer Abschluss entscheidet bei Makramee oft stärker über die Wirkung als der letzte dekorative Knoten mitten im Muster. Wer Fäden sicher bündeln, Fransen ordnen oder eine Arbeit belastbar beenden will, braucht nicht irgendeinen Knoten, sondern die passende Technik für Material und Projekt. Genau darum geht es hier: Ich zeige, welche Abschlussknoten sich bewährt haben, wie ich sie setze und woran man einen wirklich sauberen Abschluss erkennt.

Die wichtigsten Entscheidungen für einen sauberen Abschluss

  • Ein einfacher Überhandknoten reicht für kleine Projekte und lockere Fransen, braucht aber genug Fadenreserve.
  • Der Wickelknoten ist die robustere und optisch ruhigere Lösung, wenn mehrere Fäden sauber zusammenlaufen sollen.
  • Die Materialwahl beeinflusst den Halt spürbar: Baumwolle greift gut, glattere Garne brauchen mehr Sicherung.
  • Zu knapp abgeschnittene Enden sind der häufigste Fehler und lassen sich später nur schwer retten.
  • Für nachhaltige Projekte arbeite ich am liebsten mit Baumwollkordel, Restgarn oder recyceltem Textilgarn.

Warum der Abschluss über die Wirkung des ganzen Stücks entscheidet

Ein Makramee-Stück kann im Muster noch so sauber gearbeitet sein, wenn der Abschluss unsauber aussieht, kippt der Gesamteindruck sofort. Der Knoten hält die Fäden zusammen, schützt die Enden vor dem Aufribbeln und gibt der Arbeit optisch einen klaren Schlusspunkt. Bei hängenden Projekten wie Blumenampeln oder Wandbehängen trägt er oft sogar einen kleinen Teil der Spannung mit, deshalb darf man ihn nicht als Nebensache behandeln.

Ich achte dabei auf drei Dinge: Erstens muss der Abschluss zum Material passen, zweitens zur Größe des Projekts und drittens zur Funktion. Ein feiner Überhandknoten wirkt an einem Schlüsselanhänger stimmig, an einer schweren Kordel aber schnell zu klein. Ein Wickelknoten sieht an größeren Arbeiten ruhiger aus und bündelt viele Fäden deutlich besser. Genau deshalb lohnt sich ein kurzer Vergleich der gängigen Varianten.

Die wichtigsten Abschlussknoten im direkten Vergleich

In der Praxis arbeite ich meist mit drei Varianten. Zwei davon sind echte Alltagslösungen, die dritte setze ich ein, wenn der Abschluss zusätzlich verstellbar oder besonders kompakt sein soll.

Technik Wofür ich sie nehme Stärke Grenze
Überhandknoten Kleine Dekostücke, Fransen, schnelle Sicherung einzelner Enden Schnell, schlicht, mit wenig Material machbar Bei glattem Garn weniger sicher und optisch etwas voluminös
Doppelter Überhandknoten Dünne oder rutschige Schnüre, kleine Anhänger, sichere Endfixierung Mehr Halt als die einfache Variante Wirkt dicker und ist nicht immer die eleganteste Lösung
Wickelknoten Größere Bündel, Wandbehänge, Schlüsselanhänger, Blumenampeln Sehr sauber, bündelt viele Fäden und sieht professionell aus Braucht einen Zusatzfaden und etwas Übung

Wenn ich also ein Stück nur schnell abschließen will, reicht oft der Überhandknoten. Wenn der Abschluss Teil der Gestaltung wird, greife ich fast immer zum Wickelknoten. Mit dieser Einordnung lässt sich der einfache Abschluss viel gezielter setzen.

So knüpfe ich einen Überhandknoten sauber

Der Überhandknoten ist der unkomplizierteste Abschluss. Gerade für kleine Arbeiten ist er praktisch, weil er kaum Vorbereitung braucht. Wichtig ist nur, dass man nicht zu knapp arbeitet und den Knoten nicht hektisch festzieht.

  1. Ich lasse an den Enden genug Reserve, meist mindestens 5 bis 8 cm, bei dickeren Kordeln eher etwas mehr.
  2. Dann lege ich die Fadenenden zu einer Schlaufe, so als würde ich eine lockere Acht vorbereiten.
  3. Die Enden führe ich von hinten durch die Schlaufe und ziehe den Knoten langsam zusammen.
  4. Erst wenn der Knoten sitzt, richte ich ihn mit den Fingern aus und prüfe, ob er mittig liegt.
  5. Bei glatterem Garn setze ich manchmal direkt einen zweiten Überhandknoten darüber, damit die Enden nicht wieder aufgehen.

Der Fehler liegt meist nicht im Knoten selbst, sondern in der Hektik beim Festziehen. Wenn der Knoten schief sitzt, ziehe ich ihn lieber noch einmal auf und setze ihn sauber neu, statt später an einem verdrehten Abschluss herumzuschneiden. Für größere Bündel greife ich allerdings meist zur Wickeltechnik.

Hände knüpfen einen makramee abschlussknoten. Garnrolle, Holzperlen und Treibholz liegen bereit.

Wann der Wickelknoten die bessere Wahl ist

Der Wickelknoten ist für mich die sauberste Lösung, wenn mehrere Fäden bündig enden sollen. Er wirkt ruhiger als ein einzelner Endknoten und hat den Vorteil, dass er Fransen, Tragepunkte oder dekorative Bündel optisch zusammenfasst. In vielen deutschen Anleitungen wird er deshalb zum bevorzugten Abschluss für größere Makramee-Arbeiten.

Technisch besteht der Knoten aus einem Arbeitsfaden, also der Schnur, mit der ich wickle, und den Füllfäden, also dem Bündel, das eingefasst wird. Als grober Praxiswert nehme ich für den Zusatzfaden lieber etwas mehr Länge als zu wenig: Für kleinere Bündel reichen oft 20 bis 30 cm extra, bei dickeren Kordeln plane ich großzügiger. Bei dünnerem Garn genügen mir meist 5 bis 7 Wicklungen, bei stärkerem Material eher 8 bis 10, damit der Abschluss sauber deckt.

  1. Ich lege den Zusatzfaden mittig an das Bündel und bilde eine Schlaufe, deren kurzes Ende nach oben zeigt.
  2. Mit dem langen Ende wickle ich eng und gleichmäßig um die Füllfäden.
  3. Die Wicklungen sollen dicht nebeneinander liegen, ohne sich zu überlappen.
  4. Wenn genug umwickelt ist, führe ich das lange Ende durch die Schlaufe.
  5. Dann ziehe ich am kurzen Ende, damit das lange Ende unter die Wicklungen rutscht und unsichtbar fixiert wird.
  6. Zum Schluss ziehe ich alles noch einmal sanft nach und kürze Überstände sauber.

Der Wickelknoten ist für mich immer dann im Vorteil, wenn der Abschluss nicht bloß schließen, sondern das Stück sichtbar aufwerten soll. Welche Variante am besten passt, hängt am Ende vom Projekt ab.

Welche Abschlusslösung zu welchem Projekt passt

Nicht jedes Makramee braucht denselben Abschluss. Ich entscheide vor allem danach, wie stark das Stück belastet wird, wie sichtbar der Abschluss ist und ob er Teil der Gestaltung sein soll. Das spart Nacharbeit und verhindert, dass ein eigentlich schönes Projekt am Ende zu klobig oder zu schwach wirkt.

Projekt Meine bevorzugte Lösung Warum das passt
Wandbehang Wickelknoten Der Abschluss bleibt ruhig im Bild und lenkt nicht vom Muster ab.
Blumenampel Wickelknoten mit sauberer Bündelung Hier zählt Halt, weil die Fäden Spannung tragen und ordentlich zusammenlaufen müssen.
Schlüsselanhänger Überhandknoten oder Wickelknoten Bei kleinen Stücken reicht oft die einfache Lösung, dekorativ wirkt der Wickelknoten etwas hochwertiger.
Armband oder Schmuck Schiebeknoten oder kleiner Überhandknoten Wenn der Verschluss verstellbar sein soll, ist ein Schiebeknoten praktischer als ein fester Abschluss.
Tasche oder Griff Wickelknoten Der Abschluss muss sauber wirken und zugleich robust genug sein, um den Übergang zu stabilisieren.

Gerade bei tragenden oder oft angefassten Stücken würde ich niemals nur nach Optik entscheiden. Stabilität und Haptik sind hier mindestens genauso wichtig wie die Form. Und genau an diesen Stellen entstehen die meisten typischen Fehler.

Typische Fehler, die ich bei Makramee-Abschlüssen immer wieder sehe

Die häufigsten Probleme sind erstaunlich banal. Meist geht nicht der Knoten selbst schief, sondern die Vorbereitung oder das Finish. Wenn ich diese Punkte früh prüfe, spare ich mir fast immer eine komplette Neuaufnahme.

  • Zu wenig Fadenreserve: Wer zu knapp zuschneidet, hat später keine Chance mehr, den Abschluss sauber neu zu setzen.
  • Zu lockeres Festziehen: Ein lockerer Abschluss wirkt schnell unfertig und kann sich bei glattem Garn wieder öffnen.
  • Schiefe Position: Sitzt der Knoten nicht mittig, kippt das gesamte Ende optisch aus der Balance.
  • Zu frühes Abschneiden: Erst testen, dann kürzen. Ich prüfe den Halt immer vor dem finalen Schnitt.
  • Falsches Verhältnis von Garn und Knoten: Ein dicker Abschluss an feinem Garn wirkt plump, ein zu kleiner Abschluss an dicker Kordel verschwindet optisch.
  • Unpassendes Material: Sehr rutschige oder stark synthetische Garne brauchen oft mehr Sicherung als Baumwolle oder Jute.

Wenn ich unsicher bin, mache ich lieber einen Probeknoten an einem Reststück. Zwei oder drei Testversuche sind schneller als ein missglückter Finalschnitt. Wenn das sitzt, bleibt nur noch die kurze Abschlusskontrolle vor dem Schneiden.

Woran ich einen wirklich guten Abschluss erkenne

Ein guter Abschluss fällt nicht unangenehm auf. Er wirkt selbstverständlich, trägt das Stück optisch mit und bleibt auch nach dem Anfassen stabil. Genau das prüfe ich vor dem letzten Schnitt noch einmal ganz bewusst.

  • Der Knoten sitzt mittig und verdreht sich nicht nach einer Seite.
  • Bei leichtem Zug rutscht nichts nach.
  • Die Enden sind entweder bewusst dekorativ oder sauber verborgen.
  • Die Größe des Knotens passt zur Stärke der Kordel.
  • Der Abschluss fügt sich in das Gesamtbild ein, statt wie ein Fremdkörper zu wirken.

Für nachhaltige Textilgestaltung hat das noch einen zweiten Vorteil: Wer sauber abschließt, muss weniger oft korrigieren, schneidet weniger Material weg und kann Reststücke gezielter weiterverwenden. Genau so entstehen kleine, robuste DIY-Projekte, die nicht nur gut aussehen, sondern auch im Alltag funktionieren.

Häufig gestellte Fragen

Für Makramee eignen sich hauptsächlich der Überhandknoten für schnelle, einfache Abschlüsse und der Wickelknoten für saubere, professionelle Bündelungen. Der doppelte Überhandknoten bietet mehr Halt bei rutschigen Schnüren.

Der Wickelknoten ist ideal, wenn mehrere Fäden sauber gebündelt werden sollen, z.B. bei Wandbehängen oder Blumenampeln. Er wirkt ruhiger und professioneller als ein einfacher Überhandknoten und bietet mehr Stabilität.

Achte auf ausreichend Fadenreserve, ziehe Knoten nicht zu locker und positioniere sie mittig. Teste den Halt vor dem finalen Schnitt und wähle den Knoten passend zum Material und Projekt, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen.

Ein sauberer Abschluss entscheidet über den Gesamteindruck deines Makramee-Stücks. Er schützt die Fäden vor dem Aufribbeln, gibt der Arbeit einen klaren Schlusspunkt und kann bei hängenden Projekten sogar zur Stabilität beitragen.

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Autor Janina Wiesner
Janina Wiesner
Mein Name ist Janina Wiesner und ich habe fünf Jahre Erfahrung im kreativen Gestalten und beim Aufbau eines nachhaltigen Haushalts. Mein Interesse an diesen Themen begann, als ich nach Möglichkeiten suchte, meinen Alltag umweltfreundlicher zu gestalten und gleichzeitig meiner kreativen Ader Ausdruck zu verleihen. Ich schreibe über verschiedene Aspekte des kreativen Gestaltens, von DIY-Projekten bis hin zu Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil. In meinen Artikeln lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren. Ich recherchiere gründlich, vergleiche verschiedene Ansätze und versuche, komplexe Themen zu vereinfachen, damit sie für jeden zugänglich sind. Mein Ziel ist es, nützliche und aktuelle Inhalte zu liefern, die meine Leser inspirieren und ihnen helfen, ihren eigenen Weg zu einem kreativeren und nachhaltigeren Leben zu finden.

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